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Ein besonderes Osterei(April 2007)

Hier war in letzter Zeit sehr viel los und eine Aufregung war das, Ihr könnt es mir glauben.
Doch eines nach dem anderen.
Erst bekamen wir Besuch, Frauchens Familie war über Ostern hier. Das war toll, denn nun hatte ich gleich neun Menschen zu beschützen.
Seltsam war nur ihr Verhalten, als sie gerade hier angekommen waren. Alle schrien plötzlich auf: "Iiiihhhh, hier ist ja alles voller Blut!" Frauchen war dann auch die erste, die bemerkte, woher das Blut kam. Sie schaute mich sehr genau an und merkte, daß es meines war. Ich hatte mir die Rute aufgeschlagen und so mit meinem freudigen Gewedel den Boden und die Wände farblich etwas umgestaltet.
*Uiiii* wie mich da alle bedauert hatten, das war schon toll, also freute ich mich noch ein wenig mehr und setze noch ein paar Farbtupfer auf die Kleidung von ihnen.

Doch die eigentlich Aufregung kam erst in der Nacht vor Ostern. Lovely sollte Babys bekommen und verhielt sich sehr ungewönlich. Darum rief Herrchen spät am Abend noch in der Tierklinik an und dann fuhren er und Frauchen mit Lovely weg.
Als sie dann endlich mitten in der Nacht wieder nach Hause kamen, roch Lovely sehr merkwürdig und war sehr schläfrig. Nur kam sie nicht alleine, sie brachte noch ein kleines Baby mit. Seltsam war nur, daß sie sich so gar nicht darum kümmerte, so kannte ich sie gar nicht, denn sie hatte sich letztes Jahr so toll um die Babys von Lilith und Alma gekümmert.
Auch am nächsten Tag, als sie wieder richtig wach war, wollte sie ihr Baby nicht bei sich haben. Dafür kam Alma aber an, die ja nur eine Woche vorher ein Baby bekommen hatte, und putzte das Kleine ganz lieb und Frauchen gab ihm immer das Fläschchen.
Später erfuhr ich dann, daß bei Lovely ein Kaiserschnitt gemacht worden war und sie so arge Schmerzen hatte, daß sie darum das Baby nicht an ihren Bauch ließ.
Jetzt ist hier wieder Ruhe eingekehrt und alles geht wieder seinen (fast) gewohnten Gang.
Eine kleine Änderung habe ich noch zu berichten. Ich bin jetzt ein LKW-Dackel, denn ich fahre zusammen mit Herrchen im LKW und helfe ihm bei der Arbeit. Das ist toll und aufregend und ich habe schon viele Worte gelernt, die Herrchen zu Hause noch nie gebraucht hat. Und noch etwas habe ich dabei erfahren. Hier in Norwegen dürfen auch Tiere Autos fahren, die meisten davon sind Rindviecher.
Nur warum sie das dürfen, obwohl sie so schlecht fahren, weiß ich wirklich nicht. Herrchen schimpft immer wieder über sie und meint, sie sollten doch besser zu Hause bleiben.
Doch dieses Geheimnis werde ich auch noch lüften und es Euch später verraten.

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