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Ich, ein alter Faulpelz? Das war ja nun wirklich der Gipfel der Unverschämtheit!
Doch das störte mich jetzt nicht im geringsten, ich sprang aus dem Auto und wurde überwältigt von all den fremden Gerüchen.
Ein Wald, endlich, ich war im Wald! Doch warum stand dort ein Haus? Egal, ich rannte und rannte, meine Muskeln wollten bewegt werden und meine Nase entdeckte ständig neues.
Dann hörte ich fremde Stimmen, sie sprachen mit meinem Frauchen. Da mußte ich doch sofort hin, wußte ich doch nicht, ob es Freund oder Feind war.
Als ich näher kam, riefen die fremden Menschen immer "Dreamer", ja, woher kannten die denn meinen Namen? Und freundlich waren die, ich wurde gestreichelt und geschmust, daß es die wahre Wonne war.
Später erfuhr ich, daß es die Eltern von meinem Herrchen waren. Na Klasse, mein Rudel hatte sich vergrößert. Nun ging es hinein, es gab ordentlich zu fressen, meine Menschen sahen sehr entspannt aus und meine beiden Mini-Herrchen stopften begeistert Süßigkeiten in sich hinein.
Dann ging es noch einmal hinaus und danach ins Körbchen.
Nun begann mein Leben in Norwegen und jetzt wußte ich, was "auswandern" bedeutete.
Nochmal mache ich das bestimmt nicht mehr mit!
Dafür konnte ich jeden Tag durch den Wald rennen, manchmal fuhren wir auch ans Wasser, sie nennen das hier "Fjord"
Meine Leine habe ich seit dem Tag meiner Ankunft hier nicht mehr gesehen, also ehrlich, dieses Norwegen gefällt mir.
4 Wochen lang hatte ich ein Leben wie im Paradies, ich wurde verwöhnt, war so oft ich wollte draussen und nun waren 6 Menschen um mich herum, die immer eine Hand zum streicheln frei hatten.
Und wieder kam ein LKW und alles wurde hinein gepackt, alle Kisten, die meine Menschen noch nicht einmal ausgepackt hatten.
Sollte etwa die ganze Fahrt von vorne beginnen?
Freiwillig sprang ich diesmal nicht ins Auto, da mußte mein Frauchen mich schon hoch heben, selber Schuld, wenn sie schon wieder dieses "auswandern" machen wollte, kam ich jedenfalls nicht freiwillig mit.
Doch nur wenige Minuten später hielt sie schon wieder, öffnete den Wagen und legte mich an die Leine. Ich war fassungslos, ich war angeleint!
Dann brachte sie mich in ein Haus und sagte, daß das nun mein neues Zuhause wäre und ich von jetzt an immer gut aufpassen müßte. Aufpassen? Auf wen und auf was? Es war doch ganz leer hier!
Ich schnupperte durch jeden Raum, doch ich fand nichts, wofür es sich gelohnt hätte, aufzupassen.
Dann kam das ältere meiner Mini-Herrchen und nahm mich mit nach draußen, er wollte mit mir in den Wald und sowas ließ ich mir nicht zweimal sagen. Noch ahnte ich ja nicht, was in der Zwischenzeit geschehen sollte!
Als wir zurück kamen, standen doch tatsächlich alle Kisten meiner Menschen in den Räumen und die ersten Möbel waren aufgestellt.
Das ganze ist nun schon wieder 4 Monate her und mein Frauchen hat keine Kisten mehr gepackt und sie spricht auch nicht mehr von diesem "auswandern". Ich habe hier einen großen Garten und direkt hinterm Haus geht es in den Wald. Auch zum Wasser komme ich jetzt sehr oft, ich kann es von unserer Haustür aus sogar riechen.
Mir gefällt mein Leben in Norwegen, vor allem im Winter, sooooo viel Schnee und alles nur für mich!
Katzensegen
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