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Mein Leben in Norwegen



Mein Name ist Dreamer, inzwischen auch Norway-Dreamer, denn ich lebe in Norwegen.
Das Licht der Welt erblickte ich allerdings am 12.07.2004 in Ibbenbühren.
Meine Mama ist ein Deutsch Drahthaar und mein Papa ein Rauhhaardackel.
Ich darf also mit Recht behaupten, daß ich ein Kind der Liebe bin.
Im Alter von 8 Wochen tauschte ich meine Hundefamilie gegen eine neue Familie ein, jetzt lebe ich in einem Katzenrudel und habe auch noch zwei Kinder zum spielen.
Hier möchte ich nun von meinem Leben berichten.
Ich wünsche allen viel Spaß auf meiner Seite und freue mich natürlich auch über einen Eintrag in meinem Gästebuch.

Im Sommer 2005 beschloß mein Frauchen, Deutschland den Rücken zu kehren und nach Norwegen auszuwandern.
Doch vorher wurden ich und die Katzen alle zum Tierarzt geschleppt, alle Impfungen mußten aufgefrischt werden und wir mußten alle so einen doofen Chip implantiert bekommen, denn das ist Pflicht, wenn man nach Norwegen will.
Einen Hund wie mich störte das nun im geringsten, so ein Tierarzt ist was nettes, der hat immer Leckerchen für einen.
Danach verfiel mein Frauchen in den Pack-Wahn, überall standen Kisten herum und nichts war mehr, so wie es sein sollte.
Wenn auswandern bedeutete, daß alles verpackt wurde, dann wollte ich das lieber nicht, es war so furchtbar ungemütlich
Doch es sollte noch schlimmer kommen.
Eines Morgens Ende August stand ein LKW vor der Tür, die freudige Überraschung daran war lediglich, daß auch mein Herrchen wieder da war.
Ich hatte ihn sooooo lange nicht gesehen und zeigte meine Freude sehr deutlich
Doch leider gab es nicht mehr als eine dicke Knuddelbegrüßung, dann wurde ich in die Küche gesperrt. *boah* ich war ja so sauer.
Nun hörte ich nur noch, wie meine Menschen ständig rein und raus liefen, sie schienen überhaupt keine Pause machen zu wollen.
Endlich durfte ich wieder raus und eh ich mich versah, saß ich auch schon im Auto.
Ich freute mich, denn Autofahren bedeutete immer Wald oder Strand und nach der langen Zeit in der Küche hatte ich mir auch eine große Runde verdient.
Doch als wir endlich hielten, roch alles nur nach Abgasen, kein Wald und kein Strand weit und breit. Ich war so enttäuscht, trotzdem schnupperte ich ein wenig in der Gegend herum, nur weit kam ich nicht, denn ich mußte an der Leine bleiben. Das Leben kann schon bös ungerecht sein.
Wieder wurde ich ins Auto gepackt und weiter ging die Fahrt. Zwar machte mein Frauchen viele Pausen, doch richtig rennen und toben konnte ich nie.
Dann stoppte die Fahrt und ich durfte endlich einen langen Spaziergang machen, allerdings nur, um sofort hinterher wieder im Auto zu landen. Mein Frauchen setzte sich auch wieder rein und keine zwei Minuten später war sie eingeschlafen. Das verstand ich nun gar nicht, es war doch schon heller Morgen, doch das schien sie nicht zu kümmern.
Langsam hatte ich wirklich genug, erst fuhren wir stundenlang durch die Gegend und mein Frauchen schien den Wald nicht mehr zu finden und dann setzt sie sich auch noch zum schlafen ins Auto.
Doch hatte ich geglaubt, das wäre der Gipfel der Ungerechtigkeiten, sollte ich mich arg getäuscht haben. Mein Herrchen klopfte ans Fenster und weckte sie, doch statt mit mir spazieren zu gehen, startete sie das Auto und fuhr los, nur um zwei Minuten später wieder zu halten.
Dann stiegen sie und mein kleinstes Herrchen aus, ich bekam noch Futter und Wasser, die Fenster wurden ein wenig geöffnet und ich saß allein im Wagen.
Stunden vergingen und langsam wurde ich müde, dieses seltsame Geschauckel schläferte mich ein. Du meine Güte, was hatte ich mich erschrocken, als plötzlich die Autotür aufging und ich sehr stürmisch geknuddelt wurde.
Frauchen schaute mich dann an und sagte: "Nun, mein lieber Dreamer, sind wir in Norwegen."
Doch dann ging es weiter mit der Fahrt, die Hoffnung auf einen Spaziergang im Wald hatte ich schon lange aufgegeben. Als sie wieder anhielt, zeigte ich keine Freude mehr, wozu, wenn es immer nur so weiter ging.
Doch zu meiner Überraschung legte sie mir nicht die Leine an, sondern sagte nur: "Na komm, Dreamer, du alter Faulpelz, jetzt kannst Du dich austoben."

Faulpelz
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